Österreichische Gesellschaft für medizinische Hypnose

Österreichische Gesellschaft für Medizinische Hypnose e.V. (ÖGMH)

Austrian Society of Medical Hypnosis

Worte des Präsidenten

Medizinische Hypnose

Positionierung: Medizinische Hypnose ist während der letzten Jahrzehnte in USA und Europa zu einem bedeutenden Tool in der therapeutischen Begleitung verschiedenster Krankheitsbilder der Medizin geworden. Modernste neurophysiologische Techniken konnten den direkten Einfluss von Hypnose auf neuronale und neuroendokrine Prozesse im menschlichen Körper nachweisen und auch Aktivierung bzw. Deaktivierung von Gehirnanteilen in Abhängigkeit von Hypnose belegen. Medizinische Hypnose ist eine nebenwirkungsarme Methode und lässt sich z.B. hervorragend in der Beherrschung des kardiovaskulären Risikoprofils (Raucherentwöhnung, Gewichtskontrolle, Bewegungsmotivation, Stressmanagement und Medikamentencompliance) einsetzen, was auch für mich als Kardiologen den wichtigsten Zugang zu der Technik bedeutet. Natürlich findet die Medizinische Hypnose auch in anderen Disziplinen ein breites Anwendungsgebiet und so ist es nicht verwunderlich, dass es zum Beispiel ein Augenarzt war (der Engländer James Braid 1841), der als erster medizinische Hypnose in seinem Fach anwendete, gefolgt von unterschiedlichsten Anwendungen in Fachgebieten wie Zahnmedizin, Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie, Intensivmedizin, Geburtshilfe, um nur einige zu nennen.

Definition Hypnose/Trance: Hypnose dient der Erzeugung von Trance, einem physiologischen Zustand nach innen fokussierter Aufmerksamkeit, der im Tierreich (Totstellreflex, Fluchttrance etc.) genauso häufig vorkommt wie unserem Alltag (Fernsehtrance, Autofahrertrance, Schockstarre, Flow im Leistungssport, etc.) und der in den meisten Fällen eine Schutzfunktion darstellt. Der Trancezustand ermöglicht dem betroffenen Lebewesen einerseits z.B. das “Ausblenden” von Schmerzen, andererseits im Notfall eine gesteigerte Leistung und Ähnliches. Medizinische Hypnose führt diesen physiologischen Zustand gezielt herbei und nutzt ihn als Zugang zum Unbewussten um über dieses positiven Einfluss auf bestimmte neurophysiologische Abläufe zu gewinnen und den Patienten auf seinem Heilungsweg zu unterstützen.

Gründung einer wissenschaftlichen Gesellschaft: Seit fast 20 Jahren unterrichten Prof. Brussee und ich an der Medizinischen Universität Graz Studenten in Medizinischer Hypnose im Rahmen des normalen Vorlesungsbetriebes und führen Kurzausbildungen im Rahmen der Fortbildungstage der Ärztekammer Steiermark durch. Im Laufe dieser langen Zeit hat sich aus diesen Kursteilnehmern ein größerer Kreis von Ärzten gebildet, welcher mit diesen Techniken arbeitet und in losem Interessensaustausch steht. Im Laufe der Jahre ist auch mehrfach der Wunsch nach einer standardisierten Ausbildung an uns herangetragen worden. Wir verstehen nun die Gründung dieser Österreichischen Gesellschaft für Medizinische Hypnose als das Schaffen einer Plattform, welche Interessierten die Möglichkeit bieten soll, Aus- und Fortbildungen, Debatten, Fallbesprechungen etc. durchführen und Informationen austauschen zu können. Die beiden wesentlichen Säulen hierfür stellen unsere Jahrestagung in Graz und unser Ausbildungscurriculum dar. Zu beiden darf ich Sie herzlich einladen.

Jahrestagung: Vor allem die Jahrestagung soll ein offenes Forum sein (bleiben), welches möglichst vielen Kollegen, insbesondere auch Studenten und anderen medizinischen Berufen zugänglich sein soll. Daher haben wir für den Besuch aller drei Kongresstage insgesamt nur 30 Euro veranschlagt (günstigster Kongress im Bereich Hypnose überhaupt), wobei dies genau Raummieten und Pausenkaffee deckt. Die Vortragsleistungen aller werden zu diesem Zweck auch ehrenamtlich erbracht. Industrieeinbindung erfolgt keine um jede Einflussnahme auszuschließen. Die Jahrestagung ist ein Open Space des Austausches, wo Geben und Nehmen im Einklang stehen.

Mission: Ziel der Österreichischen Gesellschaft für Medizinische Hypnose, einem gemeinnützigen Verein, dessen Aktivitäten ausschließlich über Spenden, Einnahmen von Tagungen, Fortbildungsveranstaltungen und Mitgliedsbeiträgen (Jahresmitgliedsbeitrag 30.- Euro) sowie durch ehrenamtliche Tätigkeit ermöglicht wird, ist es, einerseits die Kenntnisse/ das Wissen betreffend Medizinischer Hypnose zu verbreiten und zu fördern, andererseits, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung zu diesem Thema einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Forschung daran zu unterstützen. Das Hauptziel der Tätigkeit ist darauf ausgerichtet, medizinische Hypnose und deren positive Wirkungen möglichst vielen Patienten in geeigneter und medizinisch-wissenschaftlich gesicherter Form zukommen zu lassen.
Und während Sie sich jetzt sicher noch nicht ganz sicher sind, in wie weit Sie selbst Medizinische Hypnose in irgend einer Art und Weise einmal brauchen werden, können Sie bereits jetzt gerne unserer Gesellschaft beitreten oder diese durch eine geeignete Spende unterstützen, genau so, wie es für Sie angenehm und wertvoll ist…. Die Mitgliedschaft wird durch Einzahlung des Jahresbeitrages in der Höhe von 30.- € erworben (am Erlagschein bitte Name und E-Mail Adresse angeben) und erlischt automatisch im Folgejahr, kann dann durch neuerliches Einzahlen aufrechterhalten werden.

Mit herzlichen Grüßen
Univ.-Prof. Dr. med. Robert Gasser PhD (Oxford University, UK)
Präsident, ÖGMH

Austrian Society of Medical Hypnosis

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